Hingehört - Nachgedacht: 2

„ich bin ohne Worte, ich finde die Worte nicht“ (Tim Bendzko, Wenn Worte meine Sprache wären)

 

„Da fehlen mir die Worte“ - wenn man erstaunt ist oder enttäuscht, dann ist man häufig sprachlos.

Sehe ich mir die Nachrichten an oder höre ich mich manchmal an öffentlichen Orten um, dann fehlen auch mir

die Worte. Der Umgangston der herrscht, die menschenfeindlichen Aussagen, die ich höre, ja, sie machen

mich häufig sprachlos. Ab und zu passiert auch das Gegenteil, ich möchte mich sofort einmischen, möchte

sagen: „Das können Sie doch unmöglich ernst meinen!“ Doch das geht in den meisten Fällen nicht, ich kenne

die Menschen ja gar nicht.

Und dann denke ich mir, ich muss nicht die ganze Welt korrigieren, muss nicht die ganze Welt zum

Nachdenken anregen. Aber zumindest in meinem Umfeld sollte ich die passenden Worte finden, wenn

ich Aussagen höre, die meinem Verständnis von Demokratie, Freiheit und Gleichheit widersprechen. Und

wenn jeder von uns in solchen Momenten einige Worte findet, auch wenn sie nicht hoch eloquent formuliert

sind, dann verlassen wir die Sprachlosigkeit und können durch Worte die Welt ein kleines Bisschen

verbessern. 

(F.U.)

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