Stolperstein-Verlegung in Bad Soden

Im Herbst letzten Jahres haben wir an der HvK in besonderer Weise des 75. Jahrestages der Reichspogromnacht gedacht. Die Geschichtskurse der E-Phase haben drei Schultage und etliche weitere Stunden an einem Projekt mit dem Titel „Gegen das Vergessen – der 9. November 1938 in unserer Nachbarschaft“ gearbeitet. Im Rahmen dieses Projektes haben sich die Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit ihren Geschichtslehrerinnen und -lehrern auf Spurensuche nach Eschborn, Höchst und Bad Soden begeben. Aus den Ergebnissen ihrer Recherchen entstand eine beeindruckende Ausstellung, die in der Schulgemeinde und auch darüber hinaus auf großes Interesse stieß. Während der Beschäftigung mit der Thematik kam der Wunsch auf, die Patenschaft für einen Stolperstein in Bad Soden und Höchst zu übernehmen. Stolperseine sind Gedenktafeln, die an das Schicksal von Menschen erinnern sollen, die in der NS-Zeit verfolgt, ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden. Sie werden vor den letzten frei gewählten Wohnhäusern der Opfer verlegt.

Am Freitag nun wurde der von unserer Schule gestiftete Stolperstein in Bad Soden verlegt. Bereits in der Woche davor war die o.g. Ausstellung im Bad Sodener Badehaus zu sehen. Sie war am 23. Mai gemeinsam vom Bad Sodener Bürgermeister Norbert Altenkamp, Herrn Ingo Heise von der AG Stolpersteine Bad Soden und Herrn Shaikh eröffnet worden.

Der von uns gestiftete Stolperstein erinnert an Max Isserlin. Max Isserlin war Badearzt und viele Jahre lang Leiter der israelitischen Kuranstalt in Bad Soden. Nach dem Novemberpogrom 1938 flüchtete er nach Großbritannien, wo er am 20. August 1965 im hohen Alter von 91 Jahren in seinem Exilort Manchester starb. Zur Stolperstein-Verlegung war auch Dr. Jonathan Isserlin, Enkel von Max Isserlin, aus Kanada angereist. Im Rahmen seines Aufenthaltes hat er auch uns an der HvK besucht und am Mittwochnachmittag zwei Stunden mit Schülerinnen und Schülern der E-Phase und einigen Kollegen verbracht. Es waren zwei sehr intensive Stunden: Mr. Isserlin erzählte von seinen Erinnerungen an den Großvater und die Familie, von seiner eigenen Geschichte und seinen Empfindungen gegenüber Deutschland. Alle Beteiligten und auch Mr. Isserlin selbst zeigten sich sehr beeindruckt und berührt von diesem Besuch an der HvK. Dies brachte Mr. Isserlin auch noch einmal in seinem blog (http://isserlin.blogspot.de) zum Ausdruck.

Zur Verlegung des Stolpersteines waren am Freitagnachmittag trotz freien Brückentages auch zahlreiche Schülerinnen und Schüler, Kolleginnen und Kollegen erschienen. Lukas Birovescu aus der E-Phase spielte am Beginn und am Ende der kleinen Zeremonie vor dem ehemaligen Haus der Familie Isserlin in der Straße Zum Quellenpark 6 zwei Stücke auf der Klarinette. Herr Shaikh betonte in seiner Ansprache während der Feier, dass der Auftrag des Erinnerns ein ganz zentraler Auftrag für uns als Schule sei. Ohne Erinnerung könne es keine Zukunft geben. Anschließend berichteten einige Schüler aus der E-Phase über die Lebensgeschichte von Max Isserlin. Mit dem Stolperstein für Max Isserlin wurden vier weitere Stolpersteine für Max Isserlins Frau Regina, ihre Kinder Bruno und Ruth sowie die Hausangestellte Mina Grünbaum verlegt.

„Das Geheimnis der Versöhnung ist Erinnerung“, so sagt eine alte jüdische Weisheit. Die tiefe Wahrheit dieses Satzes durften wir in den letzten Tagen erfahren und erleben. Wir sind sehr dankbar dafür. Wir werden den Stolperstein für Max Isserlin und damit auch die Erinnerung an ihn und seine Familie pflegen. Das haben wir versprochen.

Wir danken allen am Projekt Beteiligten, ein ganz besonderer Dank gilt aber Mr. Isserlin für seine berührenden Worte und Gesten. Wir haben ihn eingeladen, uns wieder zu besuchen und würden uns sehr freuen, wenn wir ihn irgendwann wieder einmal an der HvK begrüßen könnten. Die Stolpersteinverlegung in Höchst wird am 11. Juli stattfinden. Wir werden rechtzeitig darüber informieren.

(kr, 31.05.2014)

 


Erfinderlabor 2014 „Organische Elektronik“ in Darmstadt

Bevor ich an dieser einwöchigen Veranstaltung des Zentrums für Chemie in Zusammenarbeit mit der Firma Merck und der TU Darmstadt teilnahm, hatte ich keine Idee, was es mit „Organischer Elektronik“ auf sich hat. Damit war ich jedoch nicht allein, wie ich sehr schnell feststellte, als ich Sonntagabend in der Jugendherberge ankam. Wir waren 16 chemiebegeisterte Schülerinnen und Schüler der Q2 oder Q4, alle aus verschiedenen Schulen in ganz Hessen, von denen lediglich einige „schon mal etwas von dem Thema gehört“ hatten. Mit diesen Voraussetzungen begannen wir die gemeinsame Woche mit einer einführenden Informationsrunde, bei der sich jeder vorstellte und wir den Ablauf der Woche von unserem Projektleiter, Patrick Röder, und Anina Leipold, unserer Betreuerin, mitgeteilt bekamen.

Genauso, wie wir am nächsten Tag, den wir bei der Firma Merck verbrachten, durch Fachvorträge zweier Professoren und Führungen einiger Mitarbeiter von Merck durch deren Labors eine sehr gute und vor allem verständliche Übersicht über das Thema organische Elektronik (welche sich damit beschäftigt, wie man Kohlenwasserstoffe, eigentliche Isolatoren, dazu bringt, elektrischen Strom zu leiten) und über organische Leuchtdioden (kurz OLED) erhielten, hatten wir die Möglichkeit, einander kennenzulernen und merkten recht schnell, dass wir uns sehr gut verstanden.

Mit den OLEDs ging es dann auch die nächsten drei Tage weiter. Zu diesen durften wir in Vierergruppen jeweils einen Versuch in einem der Labore der TU Darmstadt durchführen, wobei wir von einer Doktorandin begleitet wurden, welche uns sowohl das fachliche Wissen, als auch den richtigen Umgang mit den Laborgeräten vermittelte.
Meine Gruppe beschäftigte sich dabei mit der Synthese von Poly(para-phenylen-vinylen), einem Kunststoff, der aufgrund seiner Struktur von konjugierten Doppelbindungen Elektronen leitet und dabei, beim Anlegen einer Spannung, aufgrund der Seitenketten, des von uns für die Synthese verwendeten Monomers, orange-rotes Licht emittiert. Der Versuch endete in dem Testen unseres Polymers als Emissionsschicht in einer OLED.

Am Freitag, dem letzten Tag des gemeinsamen Erfinderlabors, trafen wir unsere Lehrer, Familien und Freunde bei Merck, welche gekommen waren, um sich unsere Abschlusspräsentationen, in denen wir von der Woche berichteten und unsere Versuche vorstellten, und welche wir zugegebenermaßen erst am Vorabend erstellt hatten, anzuhören.

Auch wenn unsere OLED (aus ungeklärten Gründen, aber genauso wie die der anderen Gruppen!) leider nicht funktionierte, war die abschließende Präsentation – wie auch die gesamte Woche – ein Erfolg. Viele Versuche gelingen eben nicht beim ersten Mal, man muss es einfach erneut versuchen, und über organische Elektronik und OLEDs wissen wir jetzt auf jeden Fall eine Menge mehr als vorher.

Insgesamt bin ich sehr froh, die Chance, am Erfinderlabor teilnehmen zu können, gehabt zu haben. Nicht nur, dass es sehr informativ war und uns einen guten Einblick in den Laboralltag gewährte. Auch habe ich viele Menschen kennengelernt, mit denen die Woche einfach sehr viel Spaß gemacht hat, beim „Arbeiten“ genauso wie in unserer Freizeit, sodass am Freitag alle etwas ernüchtert darüber waren, dass die Zeit nun vorbei war und meinten, sie könnten auch sehr gut noch länger bleiben.
Mir ging es genauso, doch richtig traurig konnte ich darüber gar nicht sein, da ich dafür so viele positive Erfahrungen mit nach Hause nehmen durfte, die ich auf keinen Fall missen möchte.

(Ramona Hiller (Q2), 27.04.2014)

 


HvK Benefiz-Sommer

Unser Förderverein lädt für Donnerstag, den 5. Juni, zu einem Benefiz-Abend ein. Die Veranstaltung im Bürgerzentrum Niederhöchstadt (Montgeronplatz) beginnt um 19.30 Uhr, Karten gibt´s u.a. im Sekretariat und an der Abendkasse. Verschiedene Gruppen und Ensembles der HvK sowie die Eschborner Chöre „Songfire“ und „Gemischter Chor Eschborn“ werden auftreten und lassen auf einen abwechslungsreichen und kurzweiligen Abend hoffen. Wir bitten um zahlreiche Teilnahme, kommt doch der Erlös des Konzertes unserer Schule unmittelbar zugute.

Die Bedeutung des Fördervereins für unsere Schule kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Viele Projekte und Initiativen wären ohne die Unterstützung des Fördervereins nicht denk- und realisierbar. Der Besuch des Benefiz-Konzertes wäre somit auch ein schönes Zeichen der Anerkennung des Engagements von Frau Simon-Noll und ihren Mitstreiterinnen und Mitstreitern.

Nähere Informationen zum Förderverein gibt´s hier:
http://www.kleist-schule.de/index.php/schulgemeinschaft/foerderverein

(kr, 26.05.2014)

 


Teilchenphysik an der HvK

Am Donnerstag, dem 8. Mai 2014 wurde beim 11. Eschborner Gespräch zum ersten Mal über Naturwissenschaft gesprochen: PD Dr. Frank Fiedler (Universität Mainz und Kernforschungszentrum CERN, Genf) sprach vor über 200 Oberstufenschülerinnen und -schülern sowie Eschborner Bürgerinnen und Bürgern über das Standardmodell der Teilchenphysik und die Entdeckung des Higgs-Bosons. Nach einer thematischen Einführung durch Schüler des LK Physik der Q2 von Dr. Jakob gelang es dem Referenten, Coautor der Berichte über die Entdeckung des Higgs-Bosons und damit einer der zahlreichen Mit-Entdecker, das anspruchsvolle Thema in verständlicher und interessanter Weise darzustellen und deutlich zu machen, was die bekannten 5% des Universums im Innersten zusammenhält (die restlichen 95% sind dunkle Materie und dunkle Energie und bisher noch weitgehend unverstanden). Im Anschluss an den Vortrag stellte sich Dr. Fiedler den Fragen, die Schülerinnen und Schüler des LK Physik der Q4 (Dr. Stengel) und des LK Politik und Wirtschaft der Q2 (Dr. Akdeniz-Taxer) vorbereitet hatten. Hierbei kamen sowohl physikalische Fragen nach Details der Experimente und ihrer Deutung zur Sprache als auch Fragen nach dem internationalen Status des Kernforschungszentrums CERN und der Zusammenarbeit zwischen Wissenschaftlern aus über 20 Ländern. Nach einer offenen Fragerunde belohnte langanhaltender Applaus den Referenten für den gelungenen Abend.

(Ln, 19.05.2014)

Wir danken Herrn PD Dr. Fiedler für seinen interessanten Vortrag. Dank auch an alle, die diesen informativen Abend vorbereitet und organisiert haben.

(kr, 20.05.2014)

 


Gutes Gelingen!!!

Kaum sind die Korrekturen der schriftlichen Abiturarbeiten geschafft, stehen schon die nächsten Abschlussprüfungen ins Haus. 73 Schülerinnen und Schüler aus der R10 und der H9 schreiben in dieser Woche ihre Abschlussarbeiten in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik. Sie bestreiten damit den zweiten Teil ihrer Abschlussprüfungen. Bereits im Dezember und im Februar fanden die mündlichen Prüfungen bzw. die Präsentationsprüfungen sowie die Projektprüfungen statt.

Wir drücken die Daumen und freuen uns, wenn alle am 11. Juli ihre Abschlusszeugnisse in der Hand halten…



(kr, 20.05.2014)

 


Copyright © environjoomla 2018

Template by Templates for Joomla