Stolpersteinverlegung in Höchst

Vor einigen Wochen haben wir an dieser Stelle von der Stolpersteinverlegung in Bad Soden berichtet. Die Geschichtskurse der E-Phase hatten im Rahmen ihres im letzten Herbst durchgeführten Projektes „Gegen das Vergessen – der 9. November 1938 in unserer Nachbarschaft“ die Idee entwickelt, die Patenschaft für einen Stolperstein in Bad Soden und Höchst zu übernehmen. Nachdem der Stolperstein für Max Isserlin seit dem 30. Mai vor dem Haus Zum Quellenpark 6 in Bad Soden zu sehen ist, wurde nun am vergangen Freitag der Stolperstein in Höchst verlegt. Die Schülerinnen und Schüler aus den Geschichtskursen von Frau Brym und Herrn Mandrela hatten sich entschieden, die Patenschaft für den Stolperstein für Manfred Stern zu übernehmen. Manfred Stern war Mitarbeiter im damaligen Kaufhaus Schiff in der Königsteiner Straße in Höchst. Er wurde von den Nazis wegen „Rassenschande“ verhaftet, weil er als Jude einer nichtjüdischen Verkäuferin eine Urlaubskarte geschrieben haben soll. Manfred Stern hat sich am 31.10.1937, einen Tag nach seiner Verhaftung, im Gerichtsgefängnis in Frankfurt erhängt.

Der Stolperstein wurde in der Höchster Fußgängerzone, dort wo sich bis 1938 das Kaufhaus Schiff befand, verlegt. Die Schüler trugen während der Verlegungszeremonie beeindruckende Statements vor, in denen sie u.a. den Bogen zur heutigen Zeit spannten und deutlich machten, dass auch heute noch Menschen wegen ihrer Religion oder politischen Orientierung verfolgt und ermordet werden.
Herr Shaikh hob in seiner Ansprache noch einmal hervor, dass für unsere Arbeit in der Schule der Lokalbezug von außerordentlicher Wichtigkeit ist. Der Geschichtsunterricht eignet sich dafür in besonderer Weise: „Dadurch wird Geschichte für unsere Schülerinnen und Schüler greifbar“, so Herr Shaikh.
Wir danken den Geschichtskursen für ihr Engagement für die Sache. Ein besonderer Dank gilt der AG Geschichte und Erinnerung Höchst, in der auch Frau Dejon mitarbeitet, für die gute Zusammenarbeit. Schulintern werden wir in den nächsten Wochen gemeinsam überlegen, wie wir diese wertvolle Gedenkarbeit fortsetzen. Wir werden das Andenken an Max Isserlin und Manfred Stern wachhalten und für ihre Stolpersteine Sorge tragen.

(kr, 14.07.2014)

 


Schülermentoren in den Startlöchern

Auch dieses Jahr haben sich wieder zahlreiche Schüler unserer Schule dazu bereit erklärt, Schülermentoren zu werden. Wir gehören zu dieser Gruppe dazu, und unsere Aufgabe ist es, die zukünftigen Sextaner durch ihr erstes Schuljahr an ihrer neuen Schule zu begleiten. Um uns Mentoren auf diese Aufgabe vorzubereiten, wurde, wie jedes Jahr, mit Frau Firsching und Herrn Krönker eine zweitägige Fahrt zur Jugendbildungsstätte in Kirchähr unternommen. Dort wurde uns gezeigt, wie wir den Fünftklässlern spielerisch die Schule und ihre neue Klasse näherbringen können. Wir haben dafür verschiedene Spiele gelernt, wie zum Beispiel Kennlern- und teamgeistfördernde Spiele. Auch wir Mentoren selbst haben uns bei der Exkursion besser kennengelernt und Vertrauen zueinander aufgebaut. Die Jugendbildungsstätte in Kirchähr liegt in einem malerischen Wald. Die Umgebung bietet einen Bach, einen schönen Lagerfeuerplatz und einen Sportplatz, um Basketball, Volleyball oder Fußball zu spielen. Leider konnten wir das alles nicht nutzen, da das Wetter nicht mitspielte und es durchgehend regnete. Die Trauer, die dadurch verursacht wurde, wurde jedoch durch das sehr schmackhafte Essen ein wenig gemildert und vor allem durch das grandiose Fußballspiel Deutschland gegen Brasilien. Wir konnten dieses Spiel mit den anderen Gruppen im Haus im Rahmen eines public-viewing zusammen genießen. Auch die Tischkicker im Haupthaus sorgten dafür, dass es uns nicht langweilig wurde.
Nach einer einstündigen Busfahrt kamen wir am Mittwoch zurück nach Eschborn. Nun sind wir darauf vorbereitet, die neue Generation Schüler an unserer Schule in ein neues Kapitel ihrer Schulkarriere zu begleiten.

Luisa Grübel und Philipp Habel (G8a), 11.07.2014

 


Karl-von-Frisch-Preisverleihung

Der Verband für Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin überreichte unserer Abiturientin Janina Grau im Rahmen der Karl-von-Frisch-Preisverleihung am 28.06.2014 an der Universität Marburg die Anerkennungsurkunde für hervorragende Leistungen im Fach Biologie. An der Preisverleihung nahm Oberstudienrat Volker Kalbhenn teil. Wir beglückwünschen Janina zu dieser Auszeichnung.

 

(D. Wentzlaff, 07.07.2014)

 


DS-Aufführungen in der Neuen Mitte

Am Montag, den 7. und Dienstag, den 8. Juli 2014 präsentieren die Kurse des Faches Darstellendes Spiel aus der Qualifikationsphase 2 jeweils um 19:30 Uhr ihre Abschlussarbeit in der Neuen Stadtmitte. Unter dem Titel „Niegelungen? Nibelungen!“ werden die 30 Schülerinnen und Schüler ihre eigene Spiel- und Ausdrucksform des Dramas „Nibelungen“ von Friedrich Hebbel darbieten. Karten sind im Vorverkauf bei Frau Nickel und Herrn Heimann und an der Abendkasse zum Preis von 5,- € zu erhalten.

Spielleiter und Schauspieler freuen sich auf zahlreiches Publikum.

(kr, 01.07.2014)

 


Ein außergewöhnlicher Ausflug

Am 24. Juni 2014 besuchten wir, die katholische Religionsklasse von Hr. Krönker (G7a/G7b), die Eschborner Moschee. Um ca. 10.00 Uhr verließen wir die Schule und machten uns auf den Weg zur Schwalbacher Straße am Bahnhof. Dort angekommen, begrüßte uns der Imam, der Vorsteher der Moscheegemeinde. Da er nur türkisch spricht, hatten wir Emir Can, der den Ethikunterricht besucht, gebeten, als Übersetzer mitzukommen. Der Imam stellte uns die Bestandteile einer Moschee vor. Um ein paar zu nennen: eine Gebetsnische, die in die Richtung Mekka zeigt sowie eine Kanzel mit Mikrofon, damit jeder auch alles in dem hellblau gestrichenem Raum hören kann. Noch einige Besonderheiten: Der Boden ist mit Teppichen ausgelegt. Die Frauen beten von den Männern getrennt, weshalb es zwei weitere Nebenräume gibt, wobei der eine auch als Büro dient. Er wird dann auch zum Beten genutzt, wenn es sehr voll ist. Das komme sehr oft vor, und deshalb versuche die Gemeinde einen größeren Raum von der Stadt Eschborn zu bekommen. Später erklärte auch Herr Kazim Albayrak, ein Mitarbeiter in der Gemeinde, einige Sachen und beatwortete zusammen mit dem Imam unsere Fragen. Gastfreundlich zeigten sich die Muslime, indem sie uns nach der kleinen Führung durch den muslimischen Glauben ein Getränk spendierten. Wir danken der Eschborner Moscheegemeinde, dass wir sie besuchen und vieles erfahren durften.

Anna Seußler (G 7b), 30.06.2014

 


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