Schulkalender

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Zweitägige Exkursion ins X-LAB nach Göttingen

Nach langem Warten, Bangen und Zittern auf eine endgültige Zusage von Seiten des Schülerlabors der Universität Göttingen aufgrund der Corona-Beschränkungen, war es vergangene Woche endlich soweit: Wir, der Chemie-Leistungskurs der Q2 von Frau La Porta, der Physik-Leistungskurs der Q2 und der Biochemie-Grundkurs der E2 von Herrn Dr. Link fuhren mit unseren Lehrkräften und Frau Grimm als Begleitung nach Göttingen ins XLAB.

Am Dienstagmorgen, den 06.07 ging es um 6:15 Uhr, nachdem alle Schüler*innen getestet waren, mit dem Bus nach Göttingen. Am XLAB angekommen, wurden die Schüler*innen nach ihren Kursen aufgeteilt und in die Kursräume auf verschiedenen Ebenen des XLABs geführt. Nach einer kurzen theoretischen Einführung starteten die Gruppen mit ihren Experimenten. Für die Chemiker stand die Strukturaufklärung eines organischen Feststoffes, der Zitronensäure, auf dem Programm.

Der Biochemie Kurs, betreut von Frau Grimm, befasste sich mit der Proteinanalytik; hierfür wurden unter anderem fluoreszierende Zellen unter einem Fluoreszenzmikroskop angeschaut und durch die Nachweisverfahren des Western Blots und des ELISAs Proteine analysiert und nachgewiesen.

Der Physik-LK von Herrn Dr. Link setzte sich wiederum mit den mathematischen und physikalischen Grundlagen von Simulationen mit der Finite-Elemente-Methode (FEM) auseinander.

Nach sehr vielen anstrengenden, aber auch spannenden und lehrreichen Experimenten stiegen wir wieder in den Bus Richtung Jugendherberge in Helmarshausen, wo uns direkt ein leckeres Abendessen erwartete. Die drei Kurse hatten die ganze Jugendherberge für sich, weshalb wir viel Platz hatten. Auch bestand die Möglichkeit, abends das Halbfinalspiel der Fußball-EM zusammen anzuschauen.

Nach einer erholsamen (?) Nacht und einem reichhaltigen Frühstück ging es am nächsten Morgen um 8 Uhr wieder zurück nach Göttingen. Auch der zweite Tag im XLAB war sowohl interessant als auch amüsant. Der Chemie LK synthetisierte Aspirin und bestimmte Ausbeute und Reinheit des eigenen Präparates. Wir hatten viel Spaß beim Experimentieren, wozu wir dieses Jahr pandemiebedingt leider vorher nicht viel Gelegenheit hatten.

Der Biochemie-Kurs setzte seine Untersuchungen zur Proteinstruktur unter anderem mit einer SDS-Polyacrylamid-Gelelektrophorese fort. Der Physik-LK experimentierte zur Beugung von Mikrowellen und konnte die Ergebnisse mit den eigenen Simulationen vergleichen.

Gegen 17:15 Uhr traten wir am Mittwoch alle gemeinsam wieder die Heimreise an. Nach einer weiteren sehr angenehmen Fahrt, kamen wir alle erschöpft an der Schule an.

Die Fahrt war eine sehr schöne Erfahrung und hat sich wieder wie ein Stück Normalität angefühlt, nach einer langen Zeit ohne Ausflüge oder größere Experimente. Die zwei Tage im XLAB waren eine tolle Möglichkeit, neues Wissen zum naturwissenschaftlichen Arbeiten und zu Fachthemen zu erlangen und bereits vorhandene Expertise zu vertiefen bzw. in die Praxis umzusetzen.

Deshalb geht ein besonderer Dank an die betreuenden Lehrer*innen Frau La Porta, Herrn Dr. Link und Frau Grimm sowie ans XLAB und dessen Laborbetreuer*innen, Frau Dr. Ritter, Frau Dr. Drabent (Chemie), Frau Dr. Wiege (Biochemie) und Herr Dr. Nowak, für das Ermöglichen der Kurse. Diese waren super organisiert, obwohl bis zum vorherigen Freitag nicht klar war, ob wir überhaupt würden kommen dürfen.

 

(Imke Sieburger, Chemie-LK Q2, und Hilal Caliskan, Biochemie-GK E2)